Nutztierhaltung in Deutschland

8,49€ bekommt der Landwirt im Durchschnitt für ein drei Wochen altes weibliches Kälbchen, falls er einen Käufer findet.
Männliche Kälbchen werden meist sofort getötet, weil sich ihre Aufzucht nicht lohnt.

Manche Sauen verbringen den Großteil ihres Lebens in solchen Kastenständen (dpa / picture alliance / Friso Gentsch)

Kastenstandhaltung
Was sich bei der Schweinehaltung ändern soll
(Foto und Zitate aus: Deutschlandfunk 03.07.2020)

Der Bundesrat hat einen Kompromiss zur umstrittenen Kastenstandhaltung gebilligt. Das dauerhafte Halten von Sauen in engen Gitterboxen wird damit weitgehend abgeschafft. Das Gesetz soll für mehr Tierwohl sorgen – allerdings erst nach Übergangsfristen von bis zu 15 Jahren.
Was ist Kastenstandhaltung?
Viele Sauen in der konventionellen Schweinehaltung werden zur Besamung, zum Teil während sie trächtig sind, bei der Geburt und dem Stillen ihrer Ferkel in Metallkäfigen gesperrt. Diese so genannten Kastenstände sind etwa zwei Meter lang und maximal 70 Zentimeter breit. Den Sauen ist dort nur möglich auf den Bauch einzuknicken, aber nicht sich entspannt auf die Seite zu legen.

Haltungsform Kennzeichen

So leben Masthähnchen in den fünf Haltungsstufen des Handels

Bei Haltungsform 1:
Am Ende der Mast (2,5 Kilogramm) müssen sich gut 15 Masthähnchen einen Quadratmeter Platz im Stall teilen.
Bei 4 und 5 sind es gut acht Tiere. Bei 4 und 5 gibt es zusätzlich einen Auslauf.
Nur bei Bio / Haltungsform 5 bekommen die Tiere auch Bio-Futter.
Foto: Ökonsult

Fleischproduktion – Welthunger

Wieso füttern wir 80 Milliarden sogenannte „Nutztiere“ und lassen 800 Millionen Menschen hungern?

Weltweit werden mehr Nahrungsmittel produziert als je zuvor, vor allem Fleisch und Getreide.
Jeden Tag verhungern 20 000 Menschen – zum größten Teil Kinder.

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